Urlaubspläne. Urlaubspläne?!?

Corona und kein Ende.

Ja, für eine Suchmaschinen-Optimierung natürlich ein toller Einstieg. Auch wenn das Wort vermutlich bald keiner mehr hören mag. Deutschland im unendlich scheinenden Dauer-Lockdown gerät allmählich in kollektive Hysterie, schaut frühmorgens auf die Infektionszahlen und den Inzidenzwert wie sonst auf die Aktienkurse. Und ist sich einig, dass es so nicht weitergehen kann.

Ganz Deutschland? Nein. Es gibt eine Person, die unbeirrt und verbissen an ihrer Strategie der größtmöglichen Lahmlegung des Landes festhält. Und sie (also die Person, gleichzeitig die Dame) betreibt das mit rigoroser Konsequenz. Anders als der ehemalige US-Präsident Trump, der mittags schon nicht mehr wusste, was er morgens getwittert hatte, handelt Kanzlerin Merkel „alternativlos“.

Alternativlos.

Ältere Leser werden sich erinnern, dass sie das Wort schon einmal benutzte, es muss so im Herbst 2015 gewesen sein. Auch da setzte sie ihren einmal gefassten Entschluss durch – gegen halb Europa, allein gegen alle. Beständig und konsequent also. Und auch sonst gibt es zu Donald Trump … also … muss man sagen … nee … wirklich … keinerlei Parallelen. Keine. Also keine neurologischen oder so. Nö. Gewiss nicht.

Neurologisch eher die seltsamsten Auswüchse, die nun geschehen: Ein Polizeipräsident, der gefeuert wird, weil er öffentlich beklagt, dass sein längst verstorbener Vater zum Impfen bestellt wird.

Ein flüchtender Jugendlicher, der von einem Polizeiwagen durch einen Park gehetzt wird, weil er einen Kumpel angefasst hatte.

Ein kaffeetrinkendes Pärchen auf dem Gehweg, das ins Visier der Polizei gerät, weil es weniger als 50 Meter Abstand zu dem ausschenkenden Kiosk hält. Gerüchten zufolge gab es nur deshalb keinen Haftbefehl, weil der zuständige Staatsanwalt seinen Kugelschreiber nicht ordnungsgemäß desinfiziert hatte.

Das Maß scheint voll, Deutschland erwacht aus der Lethargie, lehnt sich gegen den Allein-Kurs der Kanzlerin und ihre „Papst-Attitüde der Unfehlbarkeit“ (Dietmar Bartsch, Die Linke) auf. Man ahnt offenbar, was Frau Merkel vorhat, wenn Deutschland auf den jetzt ersehnten Inzidenzwert von 35 (statt bisher 50) kommt. Vor dem ebenso ersehnten Ende ihrer Amtszeit wird sie ihren „alternativlosen“ Kurs kaum ändern. Eher wird sie sagen: „Ja, aber erst, wenn dieser Wert 100 Tage lang so bleibt“, oder so ähnlich. Ist alles denkbar.

Mir reicht’s. Wie allen. Ich bin Deutschland fürs Erste leid, auch Oberlehrer-Obrigkeits-Verkündungen wie diese hier:

Nach Lockdown-Karussell und immer neuen, teils unsinnigen Regeln haben die Bürger diesen überaus höflichen Weihnachtsmann-Ton gründlich satt

Es gibt Urlaub. Und da die hiesigen Oberlehrer Reisen zu Ostern, auch in Deutschland, verbieten, liegt mein Urlaub vor Ostern. Und nach Deutschland reise ich auch nicht. Nach menschlichem Ermessen gehorche ich also, was ja momentan erste Bürgerpflicht ist.

Erste Idee: eine Fahrt ins polnische Bergdorf Karpacz, das einstige Krummhübel (ja, Verzeihung, könnte revanchistisch ausgelegt werden. Hier gibt es nicht nur eine seltsame „Geo-Anomalie“, sondern auch den Berg Schneekoppe, den ich noch nie bezwungen habe. Dann also jetzt mal. Die tschechische Grenze dort oben müsste man mit Orientierung meiden können. Denn von dort gibt es zurzeit wegen Corona-Mutationen kein Zurück.

Wie so oft bei Plänen, kommt es wieder ganz anders. Ein Anruf der sehr verehrten Frau Hiob macht die Idee vorerst zunichte. Sie hat einen, wie es sich für Auslandsbesuche in diesen Zeiten gehört, Geschäftstermin in einem Ort gar nicht weit weg, von dem ich aber noch nie gehört habe. Das macht es nun erst recht interessant, man will doch mal neue Ecken kennenlernen. Und wenn die nicht im hysterischen Deutschland liegen, umso besser.

Zum Zeitpunkt dieses verwegenen Plans ging Polen (wieder) relativ entspannt mit der Krise um. Natürlich gibt es Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, natürlich sind nicht sämtliche Läden geöffnet. Aber die Hotels und Gaststätten haben etwas subtilere Hygiene-Konzepte als z.B. die Merkel-Parole „Schließung und Insolvenz“.

Mit Einreisen nach Polen und dem Wiederverlassen des Landes haben wir ja schon einschlägige Erfahrungen. Zwar ging das Wieder-Betreten bzw. -Befahren von Mecklenburg-Vorpommern nicht eben problemlos, aber diesmal geht es um Brandenburg. Man kommt heuer schließlich aus dem Süden Polens. Und Hoffnung macht da diese Verordnung (wenn sie denn noch gültig ist):

Brandenbg1Brandenbg2

Nun hängt es davon ab, ob Polen „nur“ Risikogebiet (also wie eigentlich alle Länder der Welt) bleibt, oder nicht vielleicht inzwischen zum „Hochinzidenzgebiet“ oder gar „Mutationsgebiet“ mutiert. Denn das würde einige Regelungen, wenn auch nicht so chaotisch wie bei uns, aber eben doch verändern.

Vielleicht gibt es schon morgen in irgendeiner Apotheke Corona-Schnelltests für jedermann. Dann könnte man seine Fähigkeiten zum Rachenputzen vor den gestrengen Augen eines Grenzbeamten unter Beweis stellen. Vielleicht gibt es auch am Grenzübergang eine entsprechende Station, wo man dies machen lässt.

Vielleicht schickt man uns auch zurück nach Polen, wo wir dann gefälligst in Quarantäne sollen. Dann wird das Homeoffice ein „Polenoffice“. Die Einwahl ins VPN-Firmennetz funktioniert auch bei fremdem WLAN, das habe ich schon mal zur Sicherheit getestet. Vielleicht ist auch gar keine Einreise nach Polen möglich. Vielleicht wird es, was heute noch gut aussieht, in den nächsten Tagen viel schlimmer.

Und vielleicht wird es hier wieder empörte Stimmen geben, die mir Verantwortungslosigkeit und Leichtsinn vorwerfen. Einfach so zu verreisen, pfui. Dafür hätte ich dann vollstes Verständnis, angesichts der grassierenden Hysterie in Deutschland. Eben wegen dieser Hysterie bitte ich aber umgekehrt um Verständnis, dass ich mal, nein, nicht „unter Leute“, aber hier mal wegmuss.

Und die empörten Stimmen werde ich dann auch nicht sehr deutlich hören. Ich sitze dann nämlich in einem Sudetendorf (hat übrigens wahlweise auch einen deutschen Namen), weitab, hinter dem großen Wald.

Vielleicht.

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